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Mein Name ist Sandra Tiemann und bald bin ich 35 Jahre alt. Geschrieben habe
ich schon immer und herum gesponnen auch. Nur bin ich nie auf die Idee
gekommen, das jemandem zu zeigen. Wen sollte so was schon interessieren?
Im Herbst 2003 wagte ich einen Versuch. Ich schrieb eine Lovestory.
Erstaunlicherweise interessierte es die Leute. Ich versuchte mich an
humoristischen Kurzgeschichten, doch bald erkannte ich, dass ich
feststeckte. Ich brauchte professionelle Hilfe. Unsere Literaturwerkstatt
bot sich an.
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Ich präsentiere die Ergebnisse unserer Therapiesitzungen:
1. Erkenntnis: Man kann nicht einfach nur Geschichten schreiben. Man muss
sie auch vortragen können.
2. Die Feuerprobe der Literaturwerkstatt der VHS Velbert/Heiligenhaus
Wir schrieben Texte zum Thema Velbert oder Heiligenhaus und lasen sie am 29.
Oktober 2006 anlässlich der Mettmanner Kulturbörse.
Ich widmete mich der Frage, warum Velbert einst Feldbrahti hieß.
3. Man nehme ein Doppelwort, z.B. Traubenwein. Dann denke man sich weitere
aus, wobei der zweite Wortteil der Anfang des nächsten Wortes bildet. Z.B.
Weinblüte, Blütenmeer, Meerschwein, Schweinepriester.
Wenn man diese Worte nun so anordnet, dass sie um 95 weitere Worte ergänzt
eine pointierte Geschichte ergeben, spricht man von einem Drabble.
Hier sind meine 100 Worte: Leopold und der Schweinepriester
4. Die besten Geschichten erlebt man zu Hause, heißt es. Bei mir stimmt das
tatsächlich. Wer kann schon von sich behaupten, einen Silberkater zu besitzen?
5. Diese Worte sprechen für sich selbst: Spatz und Katze
Online kennt man mich übrigens als salzhering.
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